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Haus Hamm

 

Kleingärtner von Ontario helfen auch

 

Über 10.000Km entfernt, auf der anderen Seite der Erdkugel, in dem südamerikanischen
Land Peru, gibt es ein Haus, das den Namen unserer Stadt trägt: Haus Hamm. Haus Hamm
ist eines von vier Doppelfamilienhäusern im Kinderdorf Westfalia und bietet 24 elternlosen
oder verlassenen Kindern aus den ärmsten Bevölkerungsschichten ein dauerhaftes Zuhause
und die Aussicht auf eine gesicherte Zukunft. Insgesamt leben mittlerweile über 80 Kinder
in diesem Dorf, gemeinsam mit ihren Pflegeeltern und Betreuungskräften. Getragen wird
das Kinderdorf vom Internationalen Verband Westfälischer Kinderdörfer, der in Paderborn
ansässig ist. Haus Hamm hat einen engen Bezug zu unserer Heimatstadt und einen ganz
besonderen zu Bockum-Hövel. 1992 entschlossen sich nämlich hier die damaligen Fünftklässler
der Albert-Schweitzer-Schule dazu, dem Kinderdorf Westfalia beim Aufbau zu helfen. Sie
starteten eine stadtweite Spendenaktion, um in Peru den Bau des zweiten Doppelfamilienhauses
zu ermöglichen. Schon sechs Monate später war die erforderliche Summe zusammen und
wenig später das Haus gebaut. Mit der Fertigstellung des Gebäudes endete aber das
Engagement der Schüler und der Hammer Bevölkerung nicht. Bis heute fliessen regelmässig
Spenden aus Hamm direkt und ohne Abzug von Verwaltungskosten ins Kinderdorf,
mittlerweile sind es bereits rund 300.000 EURO. Sie dienen haupsächlich der Deckung
des alltäglichen Bedarfs und der allgemeinen Versorgung der Kinder, aber auch der Erhalt
und Weiterentwicklung des Dorfes. Lehrer, Eltern und Schüler der Albert-Schweitzer-Schule
halten engen Kontakt zum Kinderdorf über Telefon und Briefe, den Trägerverband, die
jährlichen Besuche der peruanischen Kinderdorfleiterin in Hamm und unsere persönlichen
Reisen nach Peru. In den vergangenen 16 Jahren konnten wir verfolgen, wie sinnvoll die
Spenden umgesetzt werden. Es entstanden viele weitere Gebäude im Laufe der Jahre,
wie z.B. Kindergarten, Krankenstation, Bäckerei, Werkstätten, Berufsschule und vieles
mehr. Auch die Landwirtschaft und die Viehzucht werden ständig erweitert und dem Bedarf
der Selbstversorgung angepasst. Aber am meisten freut uns, wie positiv sich die
aufgenommenen Kinder entwickeln, von denen einige mittlerweile zu jungen Erwachsenen
herangewachsen sind und ein selbstständiges Leben ausserhalb des Kinderdorfes führen.
Alle kommen sie ursprünglich aus einer fast hoffnungslosen Lebenssituation, waren
unterernährt, krank und oft schwer misshandelt. Aber die Geborgenheit und
menschliche Zuwendung, die pädagogische und psychologische Betreuung und die
schulische und berufliche Ausbildung, die sie im Kinderdorf  erfahren, helfen
ihnen dabei, ihre schlimme Vergangenheit zu verarbeiten und eröffnen ihnen
eine aussichtsreiche neue Lebensperspektive. Wie schön, dass wir mit unserer Hilfe ein
wenig dazu beitragen können, und dass sich immer mehr Menschen aus Hamm der
Unterstützung  anschliessen, wie der KGV Ontario. Ein herzliches Dankeschön dafür.

 

Renate Peth Lehrerin der Albert-Schweitzer-Schule

 

 

 

 

                     

 

 


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